Wer Chiemsee will, muss leiden

Achthundertvierzig Kilometer stehen auf dem Tacho. Ich bin in Grabenstätt am Chiemsee. Seit fünfzehn Kilometern folge ich dem Seeuferweg, welcher zwar flach ist und theoretisch idyllisch, aber auf ‚meiner‘ Seeseite führt er meist direkt neben der A8.

Herr Irgendlink, Sie radeln seit fünfzehn Kilometern direkt neben der Autobahn. Haben Sie dadurch irgendwelche Schäden erlitten? Neiiinn – neiiinnn – neiiin (frei nach Ostfriesenblödelbarde Otto).

Nahe Übersee zeigt die A8 Abfahrt Nummer 108. In Zweibrücken Mitte, also daheim, hat sie Ausfahrt Nummer 32. In Grabenstätt steht ein Hinweisschild auf die pfälzische Partnergemeinde – 449 Kilometer. Den Namen habe ich leider vergessen. Mit dem Radel bin ich also fast doppelt so weit im Zickzack durch Süddeutschland geradelt.

Chieming, nur noch fünf Kilometer entfernt liegt eigentlich nicht auf meiner Route. Da es aber als allererstes Kinderferienziel einen höchst sentimentalen Wert für mich hat, muss ich da durchradeln und am Kiesstrand seebaden. Wer Chieming will, muss leiden.

Da das Netz langsam ist, zwei kleine Bilder nur. Irgendlink in Übersee.

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Schnell auf dem Touchscren getippt, während eines Regenschauerkaffees in einer Campingklause.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

6 Gedanken zu „Wer Chiemsee will, muss leiden“

  1. In Übersee war ich auch schon. Sogar zweimal. Das erste Mal 1969, wobei ich unter der übermäßigen Sonneneinstrahlung litt. Meine Mutter meint noch heute, dass ohne dieses Ereignis aus mir sicherlich ein Genie geworden wäre…

    1. Ui. Der Chiemsee muss es sonnenmäßig ja in sich gehabt haben! Warum erinnere ich mich nur an jene trüben, verregneten Ferien, ich glaube fünfundsiebzig, Lustige Taschenbücher lesend in der Pension Enzinger. Da war ich vorhin. Und beim Unterwirt vorbei geradelt. Und seebaden zwischen zwei Schauern und eigentlich wollte ich aus nostalgischen Gründen ein Lustiges Taschenbuch kaufen. Gabs aber net. Die Jugend von heute, tse.

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