Das Recht auf Meinungsänderung

Ein Großwort für Irgendlinks Zettelkasten.

Erfunden hat er es heute auf der Arbeit, kritzelte es auf einen Zettel, der in der Tasche der Fleecejacke im Spind ist. Eben noch dachte Irgendlink: Mann, was war das noch für ein Wort, das du heute notiert hast, es steht auf dem Zettel in deiner Tasche aber verflixt, deine Tasche ist nicht deine Tasche … egal: was man sich aufschreibt braucht man in der Regel nicht mehr zu lesen, weil man es sich durch den Akt des Schreibens in die Seele tätowiert.

Und was bedeutet nun das Recht auf Meinungsänderung? Es bedeutet zum Beispiel: wenn du geheiratet hast und unglücklich bist, scheue nicht, dich scheiden zu lassen, denn du hast das Recht auf Meinungsänderung. Oder: wenn du einen Vertrag geschlossen hast, der dir Unvorteil bringt, überlege, wie du ihn auflösen oder notfalls brechen kannst.

Und es bedeutet noch viel mehr, denn es ist ein Votum für Ehrlichkeit sowohl, als auch Wankelmütigkeit, beziehungsweise Unentschlossenheit, die in der Not zu einem falschen Entschluss geführt hat und noch so einiges mehr – Ihr könnt aus dem Recht auf Meinungsänderung machen was Ihr wollt. Es ist Euer Leben, scheut Euch nicht, anderen auf die Füße zu treten, um Euch selbst wohl zu fühlen.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

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