Es macht mich dicker

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Viel Skuriles gibt es zu berichten. Eines ist sicher dieser Fundzettel, den Kollege T. in der Berliner Siedlung auf unserem Arbeitsweg quer durch die Kreisstadt H. gefunden hat. Er lag mitten auf dem Radweg und jemand hatte einen Stock darauf gelegt, damit er nicht wegfliegt. Als wir ihn begutachteten, wehten in einem Fenster mit Blick auf den Radweg die Gardinen. Man hatte uns beobachtet. Trotzdem habe ich das Fundstück eingesteckt.

Eine andere Skurilität begab sich beim Eckhaus in der Z.er Straße, unweit des Rathauses der Kreisstadt. Dort hörten wir halbneunmorgens vom Balkon einen Singsang: „Schmeiß die Oma aus dem Bett“, sehr melodisch zur Melodie von Lass die Sonne in dein Herz. Für einige rote Ampeln, die wir auf dem Horrortrip durch die Kreisstadt überschürten, dachte ich über die Oma nach, stellte sie mir vor: alt, müde, gesegnet mit frivoler Familie, die stets einen derben Scherz auf den Lippen hat. Dann jedoch fixierte ich mich auf das Wörtchen schmeißen. Schmeißen ist ein nicht alltäglich gebräuchlicher Begriff, den der Physiker sicherlich mit vielen komplizierten Formeln beschreiben könnte, und der nichts anderes ausdrückt, als den Schiefen Wurf, also einen Bewegungsvorgang, den ein Körper (unter Vernachlässigung der Luftreibung) vollzieht, wenn er unter einem Winkel relativ zum Horizont abgeworfen wird.

Nu‘ sag‘ ‚mal!

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

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