Wie es hier aussieht

Okay. Der Sommer ist heiß. Ich arbeite in einem Zelt, etwa sieben bis neun Stunden am Tag. Täglich radele ich zur Arbeit. 15 km hin und 15 km zurück. Zwei Stunden Sport sind also in meinem Lohnsteuerklasseeins-Wohlfühl-Paket gleich mitgebucht. Als Radler kommt man grundsätzlich ultraentspannt nach Hause, besonders, wenn man an dem malerischen Kneippbecken, nur einen Kilometer vor der eigenen Haustür eine kleine Rast einlegt.

Zu Hause brodelt die Galerie. Ich habe Bilder aufgestellt. Erinnerungen an meine alten Zeiten als Künstler. Ich bin nostalgisch. Manchmal kommt die Band vorbei, welcher ich einen Proberaum vermietet habe und sie spielen schönen Rockreggae, deutschsprachig und mit einem kapitalen Bläsertrio (Sax, Posaune, Trompete und ein bisschen Querflöte).

Die Bude sieht mehr denn je aus wie eine Baustelle. Aber sie wird deshalb auch von Tag zu Tag cooler. Gestern habe ich Kollegen T. und W. eingeladen unter dem Vorwand, ich schenke Weizenbier aus. Sie halfen mir beim Ausbau der Freilandküche unter dem Vordach auf der Südterrasse. Wow. Das hat mal wieder nen Ruck gegeben. 10 qm Boden verlegt und alles vorbereitet, um endlich wohnlich einzuziehen, da draußen, drunten, im Süden, mit direktem Blick in den Garten.

Es ist schon seltsam: je mehr du denkst, du versinkst im Chaos, desto mehr musst du Ruhe bewahren und wenn das gelingt, dann hasten prima Leben.

Außerdem heute: Webdesignauftrag klargemacht und zwei Kisten Weizenbier gekauft, damit die Kollegen T. und W. auch weiterhin helfen ;-)

Ein Öffentliches Gucken musste ich übrigens installieren, damit die beiden mit die Treue halten: Fernseher auf Brett an unverputzter Hauswand unter Nussbaum – ultrastylisch, sage ich Euch …

PS: der Künstler in mir ist zwar derzeit lahmgelegt, aber wenn ich meine Bude und das Drumherum anschaue – normal ist das nicht – wer in solchen Umständen lebt, kann eigentlich nur Künstler sein.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

Ein Gedanke zu „Wie es hier aussieht“

  1. hehe, hört sich echt ultrastylisch an. aber so lange öffentliches gucken (schönes wort im übrigen) gewährleistet ist, ist die hilfe ja leistbar.
    vor allem, wenns auch noch kühles weizenbier gibt ;)

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