Hum? Kontinent Mittelleben.

Im Westen gibts nichts Neues – außer vielleicht, dass ich gestern zusammen mit Journalist F. 150 km nach Osten gefahren bin, um einen Tag im Paradies für Männer zu verbringen. Dem Technikmuseum Sinsheim. Die Tupolev ist auf jeden Fall schöner als die Concorde – nicht zuletzt wegen der marmorierten Gepäckablagen.

Die Tour war auch gleichzeitig ein Slipped Disc Belastungstest. Ich will mal sagen, auf Biegen und Brechen habe ich die Tortur – über zum Teil original vom Phürerrr (dem Arsch) gebaute Autobahnen (Huckelstrecke Hockenheim) – überlebt.

Heute dann einen Spaziergang auf dem Jakobsweg, welcher just hier am einsamen Gehöft vorbei führt, angehängt. Auch wieder auf Biegen und Brechen.

NoRisc NoFun, oder, um es mit den Worten des Gymnastik-Gotts zu sagen: Arbeite mit dem Schmerz, nicht gegen ihn.

Aber ich will hier nicht langweilen.

Larmoyanzblog-Ende.

Erkenntnisse wären zu vermitteln aus dem Kontinent Mittelleben. Aber der Kopf ist müde. Alles, was in den letzten Wochen gedacht wurde, setzt sich sedimentös zu Boden, mischt sich in chaotischer Form mit Belanglosem, so dass am Ende nur eine breiige undefinierte Masse übrig bleibt, vor der man kinnreibend steht und sich wundert: „Was denn, das soll erkenntnisreich und lehrsam sein, dieses lehmig-knetbare Etwas soll die Essenz allen Wissens sein?“ Hum?

Eine Erkenntins ist die, dass man geneigt ist, der Zukunft hinterher zu rennen wie ein Hund dem Rudelführer und dafür Lunge, Herz und alles aufs Spiel setzt. Wenn man Glück hat, erkennt man rechtzeitig, dass man bei all dem Zukunft-hinterher-rennen verpasst, eine Gegenwart zu leben.

Eine weitere Erkenntnis ist die, dass man recht schnell das Maß verliert und sich überschätzt und dann dazu neigt, die Schritte zu groß zu machen, die Zeiteinheiten zu intensiv werden zu lassen, sich von simplen Äußerlichkeiten, die einen überhaupt nichts angehen, beeinflussen, antreiben zu lassen – Glück dem, der zurück geführt wird und die Chance erhält, die Schritte genau so weit ausladen zu lassen, wie es ihm entspricht.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

5 Gedanken zu „Hum? Kontinent Mittelleben.“

  1. hallo europenner!!!!!

    wir geht seuch im altreich….?????hihi……
    nasdrovje, weißt du, wie man prost auf ruski schreibt??????? ic habs vergessen. schreibst du selbst oder läßt du schreiben…..????

    lg
    thomas

  2. alles gute zur nacht!

    mir taugt die kraft deines textes, da kann man sich, wenn man geneigt ist und will, was abschneiden davon. danke, daß es dich für uns/mich gibt.

    umarmung
    thomas

  3. *JUBEL! er kann wieder sehen!* hihi.
    ja sehr klasse!!! frühling ohne zusätzliche gehmittel klingt auch echt mal netter!

    larmoyant ist was anderes, finde ich übrigens.

    genau: bleib mal in der gegenwart und geh in ganz normalen schritten rum … manchml kann’s auch einfach sein, oder?

    was linux angeht, werd ich vielleicht mal mit damn small linux für den stick rumprobieren, einfach nur an lust an der laune.
    und irgendwie weiß ich nach längerem nachdenken noch gar nicht, ob das für mich wirklich praktikabel ist, das mit den zwei systemen … muss ich mir echt nochmal überlegen, wie ich das alleine platztechnisch machen will und überhaupt. och, wird schon.

    schöne krückenfreie zeit und liebe grüße!
    :)

  4. Larmoyanz ist die blutige Keule der Literaturkritik. Mit ihr spiele ich hin und wieder.
    DSL (Dammn Small Linux) find ich witzig – wo hat man das schon, ein komplettes Betriebssystem mit 50 Megabyte, das zudem – zwar nicht perfekt, aber immerhin geht es – aus laufendem Windows gebootet werden kann.
    Heute bin ich auf dem Pfälzer Jakobsweg gepilgert. Knapp 10 km weit.
    Die Künstler lässt das Künsteln nicht.
    Nur der bußfertige Mann kann bestehen (wenn es nach durchzechtem Abend darum geht, das Kleingeld unter dem Tresen aufzusammeln).

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