Kürzeste Radeltour ever

Hehe, genau 17,28 km verzeichnet mein Tacho auf der Strecke Zweibrücken-Basel-Bari und zurück. Das hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Letzten Samstag jedoch – bei einer Malaktion mit den Schweizer Malikonen Heinz-Peter K. und Marc K. – machte es knacks zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel und ich war nicht mehr in der Lage, meine Schuhe zu binden. Einmal hat die Vernunft über den Willen gesiegt und ich habe den schändlich billigen Flug vergangenen Montag von Basel nach Bari gecancelt. In einem Holywoodschinken wäre obendrein der Flieger abgestürzt und des Künstlers Leben, wenn auch schmerzbehaftet gerettet. Der Flieger ist ohne mich wohlbehalten in Süditalien gelandet, gottlob.

Nun wieder hier, beginnt morgen die Therapie beim Krankengymnasten. (Der Weg per Bahn zurück, mit 35 kg schwerem Gepäck war ein Abenteuer, gestehe ich. Insbesondere beim Umsteigen in Mannheim hatte ich erhebliche Schwierigkeiten, stellte fest, die DB ist mit Nichten behindertenfreundlich. Behinderte zahlen den doppelten Fahrpreis, starren verbittert auf die Out-of-Order Hinweise an den eventuell vorhandenen Aufzügen).

Anyway: die Schweiz war ein Abenteuer für sich und ich hätte große Lust gehabt einfach dort zu bleiben und mich in den Bergen zu verlustieren.

Ich gedenke in ein zwei Wochen wieder ein normaler Mensch zu sein und freue mich, Fußnägel zu schneiden oder leichte Dinge vom Boden aufzuheben. Deponere nach Herzenslust eben.

Soweit die Kurzmeldung zur kürzesten zweimonatigen Radeltour aller Zeiten.

Im www.erdversteck.de gibt es übrigens schon drei Breadcrumbs, kleine Kunstwerke, die ich in der Schweiz unter die Erde gebracht habe.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

3 Gedanken zu „Kürzeste Radeltour ever“

  1. Ach, Grüßgott zurück! Ich hatte mich reingeklickt in der Hoffnung auf den Beginn deines Reiseberichts. Wird jetzt ja erstmal eine Reise den Rücken rauf und runter. Zwei Wochen sind ne gute Zeit zum Wiedernormalwerden; jedenfalls halbwegs. Wenn du danach nicht periodisch fühlen willst wie potenziell für immer 75, kannst du dir bei mir sachdienliche Hinweise abholen. Ich habe nämlich Ähnliches hinter mich gebracht, damals in dem Glauben, das könnte mir wegen guten Trainings nie passieren. Viel Spaß beim Wiedererreichen des Bodens!

  2. Ohje, das war ja tatsächlich eine extrem kurze Radeltour. Und statt Reiseberichterstattung hier eine Krankengeschichte zu lesen ist wie für andrea auch für mich schon eine kleine Überraschung! ;-)

    Gute Besserung wünsch ich dir!

  3. Menno … solche Striche durch die Rechnung sind, auch wenn man abenteuerlich über sie schreiben kann, einfach nur … Mist. Tut mir leid für Dich … ich wünsche schnellste und vollständige Genesung.

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