To english or not to english

Ich erschrak beim Lesen des Blogs von Englischlehrerin anaj! Kaum Zweifel, dass das was da stand, für einen Durchschnitts- Englischsprecher wie mich gerade so zu verstehen ist. Die vielen unbekannten Worte überbrückte mein Hirn mit Demut und ich konnte die Texte verstehen. Danke, gute anaj!, für die Lektion. Nun radebreche ich an einer eigenen englischsprachigen Seite, welche das Reiseportal wird, in dem ich die nächsten Monate – sozusagen – bloggen und Bilder posten werde. Kein Zweifel: ich kann nur Kinderenglisch, habe obendrein keinen Schimmer, ob echte Engländer mit meinem German-English etwas anzufangen wissen.

Cut.

Ich weinte beim Anblick all der schönen Künste auf der Art Karlsruhe, wähnte ich mich doch am Fuße eines Berges, dessen Gipfel hoch in den Wolken liegt. Insgeheim war ich froh, den Art-Frankfurt, -Basel oder -Cologne Schock nicht erleben zu müssen und mit einer immunisierenden Dosis an fein präsentierter Kunst konfrontiert zu werden, anstatt sogleich ins Haifischbecken der feinen Künste zu hüpfen. Karlsruhe ist bekannter Maßen nicht der Nabel der Welt und man präsentiert nur Konventionelles gehobenen Maßes.

Selbst das ist zu viel.

Cut.

Nun erkennt der Künstler, dass er keiner ist.

Cut.

Jemand hat einen Freibrief ausgestellt für Typen wie mich. Das heißt, die Kugel rollt, das Spiel ist nicht zu Ende, du kannst tun und lassen was du willst. Die Nachwelt wird entscheiden. Alles was du tust, wird wahlweise für oder gegen dich verwendet. Selbst wenn du nichts tust, wird es verwendet. Irgendwie.

Was will ich damit sagen …? …ach ja, Folgendes:

Dicke Frau

PS: die „Dicke Frau“ bin ich.

Nachtrag: Quatsch! Ich bin die Oper.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

2 Gedanken zu „To english or not to english“

  1. heya! ich glaube, dass man besonders gut lernt von deutschen, die ewas besser als man selbst in englisch radebrechen – weil ich schreibe ja auch in englisch um mein englisch zu verbessern, und da wir die gleiche muttersprache haben, ist es auch wahrscheinlich, dass unser verbesserungsbedarf auf gleicher ebene liegt. bloß komm ich kaum noch selbst zum bloggen, seit ich jetzt fürs bloggen auch beruflich bezahlt werde. naja.

  2. Traumhaft, fürs Bloggen bezahlt werden! Kann man bei Euch anfangen? Vielleicht habt Ihr ja noch einen Posten als Kommentarschreiber oder Trackbacker frei und man könnte sich bis zum Blogger hochdienen?

    To english: wenn man am heimischen Computer sitzt, kann man wenigstens mal paar Worte nachschlagen, aber draußen in der Fremde, wo obendrein niemand Englisch spricht (hab ich letzte Woche in der Schweiz, ohne Internetanschluss bemerkt), muss man die Dinge umschreiben, bzw. sein eigenes Pidgin entwickeln (so kann man etwa Französisch einflechten oder Schwitzerdütsch, eben alles an Worten, was einem so unterkommt. Hat auch was, finde ich, was autistisches vielleicht sogar.

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