Der Feind stirbt nicht – er nervt

Fiese Popups verseuchen das Netz. Wer hat sich nicht schon geärgert darüber, dass wichtige Informationen, die man sich mühsam ersucht hat, erst einmal von Werbemeldungen überblendet werden, man somit weder arbeiten, noch den eigentlich gewünschten Inhalt abrufen kann. Dass es nun bei einem großen Internetprovider nur noch über großflächig eingeblendete Werbung möglich ist, sich im Admin-Panel der bei ihm gehosteten Homepage (für die man zahlt) einzuloggen, ist frech.

Hätte man vom Feind nicht erwartet, dass er so tief sinkt. Ich habe jegliche Achtung verloren. Der Feind prangt auf seiner Website mit riesigen Popups und ist sich auch nicht zu schade, Werbung einzublenden, wie etwa „Sie sind der 999.999ste Besucher, Sie haben einen Audi irgendwas gewonnen.“ Beim Feind – wer addieren kann erhält 2, das ist sein Name – habe ich meine ersten Internetgehversuch gestartet. Heilfroh, nun auf dem billigsten Server der Welt gelandet zu sein. Obschon der hin und wieder kracht, bleiben einem lästige Werbemeldungen erspart, wenn man mal eben administrativ tätig werden will.

Die Seite des Mainzer Kunstvereins läuft allerdings noch beim Feind – so kam es, dass ich beim Passwortcheck in den Genuss seiner Werbung kam.

Dass es so weit kommen musste mit dem Feind? Will er sich selbst zu Grabe tragen? Wenn der Feind stirbt, wird dann Werbung auf dem billigsten Server der Welt gezeigt?

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

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