Ausstellungsfinnissage Kunstlichter – ziemlicher Erfolg

Hab mir alles so leicht vorgestellt mit der Kunst, dennoch finde ich mich mehr und mehr verstrickt in einen Irrgarten. Vorhin saß ich trüb am Schreibtisch, sinnierte, was machst Du hier an dieser Stelle des Wegs – meinte damit den Lebenweg. Wie hat es Dich dahin verschlagen? Es hätte alles auch ganz anders kommen können. Hie und da an dieser oder jener Abzweigung. Dann wäre ich nicht der, der ich jetzt bin, sondern ein anderer, der ich aber dann auch wäre … kompliziertes Gerede.

Letzter Ausstellungstag der Kunstlichter. Faszinierender Weise stand um Punkt 15 Uhr die Zauberhexe vor der Tür, was mich so richtig gefreut hat und ich deshalb den alten Brauch wieder aufleben ließ, allen Bloggern, die den garstigen Weg zu einer Ausstellung auf dem einsamen Gehöft finden, ein Postkartenset zu schenken. Nehmt mich beim Wort. Über den Tag verteilt noch etwa 30 Gäste verbucht, was für die kulturell eher zurückhaltende Kleinstadt Z. ein ziemlicher Erfolg war – ich erlebte Ausstellungen in hochglänzenden Räumen, die wesentlich schlechter besucht waren. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, ich würde mich in 2008 vor Ausstellungsinteressenten kaum retten können. Gut, dass ich im April und Mai eine gemütliche Flucht, äh Radtour, durch Italien auf dem Programm habe. Januar gehts nach Berlin. Februar wird unangenehm.

Kurz vor sechs rief die Berliner Redakteuerin U. an, sie brauche unbedingt und sofort diese beiden Bilder aus der Gropiusstadt und weil ich sie gut leiden kann, habe ich die Ausstellung, mächtig was los in der Hütte, verlassen, um die beiden Fotos in der Datenbank zu lokalisieren, zwecks Mail.

Als ich zurückkkehrte, kurz nach sechs, hatten die Künstler schon ihre Werke abgeholt, standen Glühwein schlürfend umher im gähnend leeren Ausstellungsraum, so dass mir beinahe ein bisschen wehmütig wurde. Aber hey, jetzt fängt der Winter an, und ich kann mich den wirklich wichtigen Dingen widmen.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

Ein Gedanke zu „Ausstellungsfinnissage Kunstlichter – ziemlicher Erfolg“

  1. Hallo Jürgen,
    wie ich dir ja gesagt habe, verstehe ich so garnix von Kunst ….. aber gefallen hat es mir bei dir auf dem einsamen Gehöft!! Und die Ausstellung war auf jeden Fall sehenswert.
    Das ist noch ausbaufähig!!

    Und wenn dann irgendwann mal ein zünftiges Hoffest steigt, komme ich gerne wieder vorbei. Oder auch so mal ….. ;-)

    Grüßlis Karin

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