Strapaziergang zum Informationsparadoxon

Paar Zettel gefunden.

„Kommasepariertes Denken“ steht auf dem Einen und darunter steht „Strapaziergang“. Auf dem Anderen steht „Konzert für Arme ging in die Beine“. Das war der Titel, den QQlka für meinen letzten  Zeitungsartikel vorgeschlagen hat über ein Stehkonzert mit einer Bigband zu einem guten Zweck. Natürlich wurde der Titel nicht gedruckt.

Noch ein Zettel, den ich übrigens just an dem Abend mit der Bigband gekritzelt habe, lautet: „Wissensvorsprung, den der Leser vor einem hat mit großen Schritten aufholen“.  Das heißt, wenn der Journalist eigentlich weniger weiß, als seine Leserinnen und Leser, muss er sich mächtig anstrengen, damit der Artikel so wirkt, als wüsste er mehr.

Das nenne ich das Informationsparadoxon. Manchmal weiß ich nichts von den Dingen, über die ich für die Zeitung schreibe. Also ist mein Informationsniveau genauso hoch oder geringer, als das der Leserinnen und Leser. Beim Besuch der Veranstaltungen und während der Artikelschreiberei beginnt die Aufholjagd. Wenn der Artikel fertig ist, weiß ich mehr als die Leser.

Man könnte das als Strapaziergang bezeichnen.

Ging bisher immer glatt.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

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