Uralte Techniken

Journalist F. hat gelächelt, als ich ihm erzählte: „Muss ein Fax kaufen, der Vorsitzende will mir  wichtige Nachrichten schriftlich übermitteln.“

„Diese archaischen Kommunikationsmethoden,“ sagte er.

Das ist schon eine Weile her.

Gestern war es so weit: die erste Fax-Kohlerolle war leer. Der Vorsitzende sendete 35 Seiten. Beim Rollenwechsel sah ich erstmals benutztes Fax-Band: es sieht aus wie Lithfilm – Negativmaterial, durchaus tauglich, davon Fotoabzüge zu machen.

Nun kommt der Künstler ins Spiel: Bastele ein Megafax, das dir in einem Rutsch eine ganze Rolle Faxkohle durchnudelt und du erhältst eine moderne Schriftrolle, ein zehn Meter langes kontrastreiches Bild.

Was passiert, wenn man benutzte Faxfolie zerknautscht, nass macht, sie doppelt benutzt oder zerkratzt.

Voila l‘ Art.

Selbst alltägliche Dinge regen uns Künstler zu Ideen an.

Vielleicht macht das den Künstler aus?

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

3 Gedanken zu „Uralte Techniken“

  1. hallotschi

    danke für deine zeichnung in meinem grafikgästebuch…hehe…hat mir sehr gut gefallen…

    liebe grüße und prost
    el commandante

  2. Gern hätte ich in diesen Urzeiten mal die Ergebnisse meiner Wehrhaftigkeit gegen Faxwerbung gesehen. Zur Zeit der Rollenfaxgeräte ohne Folie und Tinte (dieses besondere Papier mit 30 Metern pro Rolle) gab es schon die ersten Werbefax-Versender, gegen die es nur eine wirksame Waffe gab: Das unendliche Stopp-Fax!

    Ich nahm also zwei Blatt DinA4 und klebte sie untereinander zusammen. Auf dieses Blatt malte und schrieb ich z.B.: „Ich hasse Werbefaxe!“. Dann schob ich den Anfang in den Einzug, wählte die Nummer und wartete auf den Start der Übertragung. Während des Einziehens klebte ich dann das untere und obere Ende meines Doppelblattes zu einer Papiertonne zusammen und ließ dann die Rolle unendlich laufen.

    Die Telefongebühren waren einmalig hoch, die Befriedigung beim Gedanken an ein 30 Meter langes Ablehn-Fax beim Empfänger immens hoch!

    Es kam nie wieder ein solches Fax mit Werbung. Heute würde man mit ieser Methode höchstens (dank Flatrate) die Festplatte eines PCs zumüllen.

    Übrigens besitze ich noch solch ein Rollenfax mit Thermopapier. Braucht das jemand für Späße? :)

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