Triste Nachtfahrt Nähe Kaiserslautern. Flugplatz Ramstein sieht aus wie ein UFO-Landeplatz – leg’s zu den Akten deiner Phantasie, lächle, drehe das Radio lauter und lass‘ dich fallen in ein eigenwillig melancholisches Nest.
Der Makel des Scheiterns zieht durch’s Leben wie diese Gasleitung, die sie neulich durch den Wald gegraben haben. Das war bei Atzel, kurz vor einem Tunnel und du denkst an früher und wie oft du in allen möglichen Seelenzuständen mit den unterschiedlichsten Begleitern das Land durchquert hast.
Nie war es so gut wie allein.
„Stay two, stay three, and than you will see, it’s the best to stay allone.“
Stimmung auf dem Nullpunkt, das heißt, Melancholie im Klimax und zwar bei den wuchtigen Mammutbäumen, die ein reger Förster vor über 100 Jahren gepflanzt hat.
Warum ausgerechnet hier?
Die Straße wurde verbreitert, nicht begradigt.
Die Nachtfahrt bringt einen um. Nur ein Moment unaufmerksam, ein unkontrolliertes Zucken, und du landest im Graben, du bist zu schnell. Pass auf!
Fast wie das Leben. Viel zu schnell.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

2 Gedanken zu „“

  1. wo genau diese bäume?
    hast du nicht auch mal ein paar monate auf dem einen davon verbracht, ganz ohne mobiltelefon?
    dein deckhengstdadabeitrag kommt bestimmt wegen der geografischen nähe nach pirmasens. kommt da nicht so ein oberdada her, hugo ball?
    gute, langsamere zeiten wünscht
    Lu

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