Ein Leben ohne Feedback

Manchmal frage ich mich, wie ein Leben ohne Feedback wäre. Ist ja so, dass auf das, was man sagt oder tut reagiert wird und man selbst wiederum auf diese Reaktionen anspricht. Eine Rückkopplung. Ein Weblog mit Kommentarfunktion funktioniert auf diese Weise.

Man kann davon ausgehen, dass die sichtbaren Reaktionen in einem Weblog etwa 2 Prozent der tatsächlichen Reaktionen ausmachen. Die tatsächlichen Reaktionen – auf was auch immer – bleiben unbemerkt, sind aber da.

Du und Du und Du, der dies liest, wird sich so seine Gedanken zu dem Thema machen (ohne dass der Autor etwas davon erfährt) und das hat Auswirkungen in der Welt.

Nur wenn ein Kommentar oder eine E-Mail geschrieben wird, merke ich, dass jemand das liest, was ich schreibe.

Vor Kurzem gab es noch einen Besucherzähler auf diesen Seiten. Den hab‘ ich gekillt, weil es nicht mehr wichtig ist. (Der Besucherzähler hatte einige unsichtbare Werbelinks, ein Ärgernis, das man damit entschuldigte, der Service kostet ja nichts). Wichtig ist allein etwas zu tun. Reaktion ist gut, aber in diesen Regionen nicht wichtig.

Nichtdestotrotz sollte es doch egal sein, wieviele Menschen dies lesen, denn das Wichtigste ist, es zu schreiben. Ich arbeite in einem antikommerziellen Millieu.

PS: ein Zwiegespräch ohne Feedback stelle ich mir ziemlich erbärmlich vor, aber das ist ein ganz anderes Genre.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

4 Gedanken zu „Ein Leben ohne Feedback“

  1. recht hast du, aber dennoch freut man sich über jeden kommentar. aber am wichtigsten ist, dass es man eben schreibt, und das hängt bei mir zur zeit etwas. die selbstmotivation, die ich meinen schülern versuche zu vermitteln, die fehlt bei mir gänzlich. naja, wenigstens zum teil.

  2. Oh da fällt mir ja ganz spontan das viel besprochene Sender-Empfänger Modell wieder ein und auch das Eisberg Modell. Das besagt 10% eines Gesprächs besteht aus dem tatsächlich Ausgesprochenen und 90% aus Gestik und Mimik. Aktion und Reaktion… Sehe gerade dass aus Schulzeiten tatsächlich etwas hängenblieb.
    –>Das war jetzt ein halbes Feedback *g*

  3. Ganz ehrlich …. ich verstehe deine Gedanken nicht immer. Trotzdem (oder gerade deswegen?) komme ich regelmäßig hierher. Und das wird auch so bleiben! Vielleicht „Lokalpatriotismus“???
    Grüßlis Karin

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