Spambot sei Dank

Ein uraltes Gästebuch, das mein Ex-Provider noch immer führt wieder entdeckt. Dort kann man jetzt Via@grA kaufen und Verträge mit afrikanischen Milliardären abschließen.

Der Beginn meines Online-Lebens lässt sich mit dem allerersten Gästebucheintrag auf den 23. Februar 2001 festlegen.

Damals wusste ich nichts.

Damals wusste ich, dass Sokrates wusste, dass er nichts weiß.

Heute weiß auch ich, dass ich nichts weiß.

Dass alles, was man glaubt zu wissen, ein Spiegel falscher Tatsachen ist und man in der überinformierten Gesellschaft gerne dem Glauben erliegt, zu wissen.

Das Einzige was man wirklich sieht ist die Grenze zum Nichtwissen.

Wenn man die Welt in zwei Räume teilt und im ersten das ansiedelt, was man weiß und im zweiten das, was man nicht weiß, so erhält man eine Besenkammer und einen Prunksaal.

Bei reiflicher Überlegung muss man sogar die Besenkammer noch teilen in eine Ecke des gewussten Wissens und eine Ecke des geglaubten Wissens.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

2 Gedanken zu „Spambot sei Dank“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.