Gott seis getrommelt und …

Blitz und Donner, so gegen 23 Uhr rissen mich aus dem wohl verdienten Künstler- und Jobbewerber-Schlaf. Da mein Bett ein Hochbett ist und nur anderthalb Meter unter dem Giebel liegt, hab ich mich eilends nach draußen auf die Sperrmüllcouch verkrochen. Sie steht unter einem riesigen Betonträger, der einem das Gefühl von Farradayschem Käfig vorgaukelt. Im Halbschlaf beobachtete ich das Spektakel. Das Unwetter kam immer näher. Die Notausgangsschilder, die  noch vom letzten Hoffest an den Wänden hingen, funkelten, weil sich die Floureszenz durch die Kraft der Blitze auflud. Es war unheimlich. Dann plötzlich ein Blitz mit sofortigem Donner. Er muss im Haupthaus eingeschlagen haben. Direkter Blitzeinschlag klingt wie wenn ein Luftballon platzt, nur viel lauter. In Panik mit einem Feuerlöscher unter dem Arm rüber, glücksbetend, dass niemand im Haupthaus ist, denn meine Eltern haben Urlaub. Mit dem Schlimmsten rechnend um die Ecke, doch da war nichts. Am nächsten Tag würde ich die Bäume untersuchen, denn irgendwo im Umkreis von 100 Metern muss dieser Blitz eingeschlagen haben.

Frühmorgens Mails abrufen. Doch das Netz tut nix. Netzwerkkarte ausgetauscht, Zweitrechner eingeschaltet, Router geprüft, Telekom angerufen, Gott gibt mir volles Programm, Computer ins Haupthaus geschleppt, um Kabeldefekte auszuschließen, tausendmal von Netzwerk auf Einzelrechner umprogrammiert, unter auschluss des Routers. Nud as Modem und der Splitter waren nicht prüfbar. Um 12 Uhr immer noch kein Netz. Runter in die Stadt, bei meiner Tante einen DSL-Splitter abgeholt und im Computerladen einen Router mit Modem gekauft. Eilends installiert. Nun sitze ich hier im Haupthaus auf dem rosa Teppich mit einem Computer ohne Gehäuse. Werd wohl nachher versuchen das gesamte Netzwerk wieder herzustellen.

Unglaublich wie abhängig man von Internet ist. Ich konnte ja noch nichteinmal einkaufen.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

Ein Gedanke zu „Gott seis getrommelt und …“

  1. ich glaub du verwechselt da was. man kann auch ohne einkaufsnetz einkaufen gehen. haben wir früher auch gemacht.

    sonst: hier täte ein gewitter auch gut.

    will wieder etwas häufiger bloggen. ich merke umgekehrt wie gut es tut, mit einem klick in deinen blog zu wissen, dass es dich noch gibt!

    vielleicht schreib ich die geschichte wie ich zum bloggen kam und warum ich freihändig bin.

    für heute einen lieben gruß, auch an kokolores
    frau freihändig

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