Paprika, auf “Töten” gestellt.

Vorhin Tomaten gepflanzt und eine Paprikapflanze, von der behauptet wird, der Genuss einer Frucht dieser Sorte könne einen ausgewachsenen Mann innerhalb weniger Sekunden töten. Gebückt über den Schößlingen, noch ein paar Passagen des Lebenslaufes im Kopf, den ich vor ein paar Tagen verfasst habe, kam mir in den Sinn, wie brüchig und unkalkulierbar das Leben ist. Es gab eine Zeit, lange lange her, in der die Wahrscheinlichkeit fast 100 Prozent gewesen ist, dass ich einmal Bauer werde. Dies ist wohl auch die Ursache dafür, dass ich nett zu Tomaten bin.

Es gab andere Zeiten, in denen das Leben andere Läufe genommen hätte. Erstaunlich finde ich dass es  immer wieder Momente gibt, in denen Unwahrscheinliches eintritt. Ich rieb mir das Kinn, düngte die Dinger und gab ihnen Wasser und war plötzlich vollkommen perplex, dass ich der bin, der ich bin.

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

4 Gedanken zu „Paprika, auf “Töten” gestellt.“

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