Die Krone der Schöpfung

Muss schon ziemlich spät am sechsten Tag gewesen sein, als Gott nassgeschwitzt in seinen Sessel sank und die beiden Gestalten betrachtete, die er soeben geschaffen hatte. Er rieb sich das Kinn und runzelte die Stirn, bohrte in der Nase und kratzte sich am Hintern, dann seufzte er ein lautes unheimliches Hmmmmmmm: „Irgendwas fehlt.“

In seinen phantastischen Träumen erschien ihm eine Gestalt mit weißen Hosen und weißem Hemd. Da erleuchtete Gott und er sprach: „Du aber sollst fürderhin dafür sorgen, dass der Mensch das was ich ihm zu beißen gebe auch beißen kann.“ Und so kam es, dass Gott spät, als schon die Glocken läuteten den Zahnarzt schuf, die eigentliche Krone der Schöpfung.

PS: Ich habe einen Termin heute, bloß wo?

Autor: Irgendlink

Konzeptueller Reisekünstler, Artist in Motion, Appspressionist. Irgendlink nutzt mobile Technik in Vereinigung mit Servertechniken, um literarische, fotografische Kunstwerke zu kreieren.

2 Gedanken zu „Die Krone der Schöpfung“

  1. „Die Walter 11“ singt darüber sogar ein Lied: „I´ve got to go to the Dentist … “

    Früher durfte man sich wenigstens noch etwas aus der Spielzeugschublade aussuchen.
    Heute bekommt man nur noch Rechnungen (c;

    Viel Spaß und Erfolg ! „Damit Du auch morgen noch kraftvoll zubeißen kannst“

  2. …wenn es nach mir ginge, wäre Gott am Abend des sechsten Tages eingeschlafen und hätte den Zahnarzt nicht geschaffen und auch keine Zähne.
    Oder er hätte gleich Zähne aus Kunststoff geschaffen. Was auch aus ökonomischer Sicht wesentlich effizienter gewesen wäre…

    Lg,
    traumatisieres Fudge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.